Liste der Artikel: Astrologie & Poesie

Märchen
Märchen

Der Geschichte 2. Teil

........So vergingen viele Jahre,........ als eines Tages eine große Sintflut kam. Der Himmel schien all seine Schleusen geöffnet zu haben und es begann zu regnen, Stunde um Stunde, Tage um Tage. Das Meer und die Flüsse des Landes stiegen und stiegen, so lange bis auch der Burggraben, der als Schutzwall, die Burg mit Wasser umgab, anzusteigen begann. Selbst der Brunnen, der die Burgbewohner innen mit Wasser speiste begann zu steigen; so waren bald auch die künstlich errichteten Dämme zerstört und die Wassermassen nicht mehr zu koordinieren und brachen sich Bahn.

Der Burggraben lief über, ganz ebenso wie der Brunnen im Inneren der Burg, allmählich füllte sich die Burg mit Wasser an, aber immer noch durften die Tore nicht geöffnet werden, damit nicht hineinkam, was nicht hinein sollte.
Als bald alle zu ertrinken drohten, erschien der Hofnarr auf der Spitze der Burgzinne und begann den Regen zu beschwören mit närrischen Sprüngen und lautem Rufen: „Nur der kann eines Tages König sein, der einmal ein Narr gewesen.“ Denn nur des Narren Freiheit, erkennt des Menschen Wahrheit.“ Und siehe da, der Regen hörte auf.

Hüpfend ging er in den Thronsaal und hielt der Prinzessin einen Spiegel vor die Augen. Das Wasser steht symbolisch für deine Seele, und da du nicht bereit warst, die Wasser im Inneren deiner Seele aufzunehmen, weil du nur Wahres,Schönes und Gutes haben wolltest, habe das kosmische Wasser die Burg nun überflutet, um auf diesen Mangel hinzuweisen, denn das Land und der König sind eins, so sprach der Narr.

Wenn du bereit wärest die Herrschaft des Verstandes - verkörpert in der Gestalt des Wesirs - zurückzunehmen und wieder die lebendigen Wasser im Inneren deiner Seele fließen läßt, dann würde es wieder abfließen. Nachdenklich saß die Prinzessin in ihrem Thronsaal und dachte über ihr Leben nach. Ja, sie war seelisch abgestorben in den letzten Jahren, nur noch das Kleben am toten Buchstaben erfüllt sie mit Sinn, auch war sie ängstlich geworden, in Bezug auf Begegnung mit andersartigen Anteilen, die nicht ihrem Sinn von Harmonie und Ästhetik entsprachen. All dies bedenkend, begannen ihre Tränen zu fließen und ihre Seele zu benetzen, so wurden die rein intellektuellen Werte allmählich herausgeschwemmt zu Gunsten echter Gefühle, die auch mal trist und dunkel sein konnten. Und aus der Prinzessin war eine Königin geworden.

Der Befehl an die Wachsoldaten erging die Tore der Burg zu öffnen und jedem der Einlaß begehrte nach dieser Überschwemmungskatastrophe aus den eigenen prall gefüllten Speichern mit Nahrung und Gold zu versorgen.

Die wieder gewonnene Einsichtsfähigkeit ließ die Königin auf einmal recht lebendig werden, wie trist war doch ihr Leben zuvor nur in den geistigen Welten, abgeschlossen hinter den Büchern und den trockenen Buchstaben. Nun hatte die Wasserflut die kargen und trockenen Böden der Seele aufgeweicht und es begannen neue Keime heran zu sprießen im Land. Auch in den Mauern der Burg floß nun wieder echte seelische Lebendigkeit, das Leben gewann Tag und Nacht zurück, aber auch die Ängste vor dem Wechsel, dem Unbeständigen wichen mehr und mehr, und machten einem höheren Verstehen Platz.

Nun wurden die Energien wieder in den Dienst der Seele gestellt und jeder der Hilfe begehrte erhielt Raum in den unzähligen Kammern der Burg. Dadurch bereichert sich auch die Seelenburg mehr und mehr und die Königin erlangte so echten inneren Reichtum, denn sie hatte gelernt zu geben und sie gab jedem, das was er brauchte.
Durch die Flut der kosmischen Wasser, war sie erwachsen und so zur beflügelten Vermittlerin geworden, die genau die Ebene des anderen einzuschätzen wußte, und sie begegnete jedem wie er dies benötigte, dem Bauern mit Korn, dem Händler mit Waren, dem Philosophen mit geistigen Inhalten.

So war eine echte Neutralität eingezogen in die Seelenburg und die Schwere des täglichen Lebens, die die Königin vormals zu flüchten suchte, war einem Gleichmut gewichen, die Dinge bewältigen zu können, die getan werden müssen. Nun war sie Reich an innerem Wissen und vertraut mit dem Gesetz des beständigen Wandels, des Wechsels von Auf und Ab, und wieder vergingen viele Jahre.

Die Königin ist die gute Seele der Burg geworden, durch ihre Öffnung nach außen hin; was soviel ist, wie nach innen hinein. So konnte es auch geschehen, dass eines Tages ein Mann in die Burg kam, den sie wirklich liebte und so feiert sie Hochzeit. .....Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.


Vielleicht haben Sie beim Lesen dieser Geschichte Ihre eigene Lust am „weiterspinnen“ eines Märchens entdeckt oder Sie wagen sich nun hinein in eine „Aspekterweiterung“ und ergänzen die Geschichte.

All dem sind keine Grenzen gesetzt und genau das ist es, was die Astrologie so lebendig und fruchtbar macht.

Seien Sie abschließend gegrüßt
aus dem Reich der Mythen und Märchen

Ihre Astro-Moira
Angela Preis-Hartmann
Astrologin + Heilpraktikerin


Liste der Artikel: Astrologie & Poesie